Wissenschaft im Wald
Das Dachprojekt

















1991 entstand in Silberborn das berühmte "Dachprojekt"
des Forschungszentrums Waldökosysteme. Mitten im Wald
wurden 3 mal 300 Quadratmeter große Plexiglasdächer mit
jeweils 25 Fichten in 3 Meter Höhe über dem Boden überdacht.
Das auf den Dächern gesammelte Regenwasser wird von allen
Schadstoffen gereinigt und dem Boden über eine Sprinkleranlage
zurück geführt - so sauber wie es in vorindustrieller Zeit einmal
war oder vielleicht irgendwann wieder sein wird.

Die Ergebnisse der jahrelangen Messungen und die Warnungen
der Wissenschaftler haben dazu beigetragen, dass die Einträge
des Schadstoffes Schwefel aus der Luft in den letzten 15 Jahren
um 80% vermindert werden konnten.

Auch auf Miniatur-Forschungsflächen des ErlebnisWaldes werden
verschiedene Daten gesammelt. Die Messergebnisse geben Aus-
kunft über den Stoffhaushalt und den Wasserhaushalt im Buchen-
und Fichtenbestand sowie auf der Wiese.
An den Stämmchen einiger Bäume sehen Sie Ablaufrinnen, die das
ablaufende Regenwasser in kleine Tonnen leiten. In Regenmess-
bechern oder Schneeeimern wird das Tropfwasser von den Blättern
(die sogenannte Kronentraufe) aufgefangen. In großen Trichtern,
den Streufängern, wird abfallendes Laub aufgefangen. Lysimeter
(Saugkerzen) saugen durch Unterdruck in 20 und in 100 cm Tiefe
das Bodensickerwasser ab.
Alle Proben werden gesammelt und im Labor auf die gelösten
Inhaltsstoffe untersucht. Die Messreihen werden auf einem Bild-
schirm abgerufen und mit den 30jährigen Messreihen des
Forschungszentrums Waldökosysteme in Silberborn verglichen.

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