Wald voller Leben - Die Erdhöhle


Große und kleine Pflanzenwurzeln durchdringen die Erde.
Winzige Bodentiere, normalerweise verborgen in der Unter-
welt, leben in den Gängen und Spalten. Sie halten den Kreis-
lauf des Lebens am Laufen und zerlegen die Blätter und Nadeln
der Bäume wieder in ihre Grundbaustoffe, so das diese wieder
durch die Wurzeln aufgenommen werden können.
In der Erdhöhle können die Besucher einen Blick in unterirdische
Welten tun. Der Boden, normalerweise weniger beachtet, ist nicht
nur die Lebensbasis für die Bäume und Pflanzen, sondern beher-
bergt außerdem Millionen von Bodentieren und -organismen.
Er filtert Schadstoffe und speichert für die Pflanzen Wasser und
Nährstoffe. Wenn Schadstoffe auf den Waldboden herabregnen,
verändert sich dessen chemische Zusammensetzung. Das hat
gravierende Auswirkungen auf die Bodenbewohner und auf den
gesamten Wasser und Nährstoffhaushalt des Waldes.
Verschiedene Exponate zeigen, was die Wissenschaftler bisher
darüber herausgefunden haben.
Im Eingangsbereich sind die Wurzelsysteme einer Eiche und einer
Fichte zu sehen. Die Eiche stand einst auf einem nährstoffarmen
und trockenen Sandboden und bildete eine kräftige Pfahlwurzel,
um an Wasser und Nährstoffe zu kommen. Die Fichte dagegen
stammt aus der Randlage eines nassen Hochmoores und bildete
auf den vernässten, sauerstoffarmen Bodenschichten ein extrem
flaches Wurzelsystem aus.

Aus dem heimischen Garten bekannt ist die bedeutende Funktion
der größeren unter den Bodentieren, den Regenwürmern. In Re-
genwurmkästen unter der Eichenwurzel kann man die wichtige
Arbeit der Bodenwühler anschauen.

Die Erdhöhle ist zur Zeit nur im Rahmen von Führungen zugänglich.

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