Waldgeschichte(n)
Ökologischer Wegebau

Beim Bau des LKW-Weges zum Klimaturm wurde ein
besonders umweltschonendes Verfahren angewendet:
das Bodenumlagerungsverfahren.
Parallel zum Weg oder zur Fahrbahn wird ein Graben mit
einem Löffelbagger ausgeschachtet. Der aufliegende fein-
körnige Boden wird neben dem Graben seitlich ausgelagert.
Nun wird circa 3 Meter tief der unter dem Boden verdeckt
liegende Lockerfels (Kies/Sand) aufgebrochen, heraufgeholt,
auf den eigentlichen Weg aufgetragen und dort dann verdichtet.
Der Graben wird mit dem feinkörnigen Bodenaushub und dem
Abtrag vom Weg aufgefüllt. Abschließend wird eine wasserdurch-
lässige Deckschicht zum Schutz gegen Erosion und Verschleiß
aufgetragen.
Ein wesentlicher Vorteil dieses Wegebauverfahrens ist, dass
durch die parallel zum Weg gebauten Versickerungsgräben
Niederschlagswasser dem Grundwasser zugeführt wird. Diese
wasserrückführende Wirkung wirkt sich günstig auf den Gelände-
wasserhaushalt aus. Ein zusätzlicher Bau von Rohrdurchlässen
zur Ableitung von Niederschlagswasser entfällt.
Durch dieses Verfahren werden Fremdbaustoff und ihr Transport
eingespart. Der Wegeneubau im Bodenumlagerungsverfahren ist
durch die Entnahme des Baumaterials vor Ort, die Einsparung von
Fremdbaustoffen, die damit verbundene Verringerung der Trans-
portwege und die Wasserrückführung umweltschonender und
kostengünstiger als konventionelle Bauweisen.




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